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  • Dr. Verena Diersch

Wie kann ich mit meiner Angst positiv umgehen?

Aktualisiert: März 3

Es war einmal ein Mensch, der unglaublich viel Angst hatte. Davor, nicht zu genügen. Davor, zu scheitern. Und davor, irgendwie nicht richtig zu sein. Überall stieß er an Mauern. Im Denken. Im Handeln. Und eigentlich waren diese unüberwindbaren Grenzen nirgendwo. Dieser Mensch war ich. Und diese Grenzen existierten nur in Worten. In denen, die ich sprach und in denen, an die ich glaubte.


Dieser Mensch war gleichzeitig ich und hätte jeder sein können. Wir fühlen uns so alleine in unseren Ängsten und haben doch alle die gleichen. Ist das nicht paradox? Und trotzdem halten wir unsere Bedenken für privat, denken, sie verstecken zu müssen.





Oder uns anpassen zu müssen, damit man sie uns nicht ansieht. Oder - im anderen Extrem - tragen wir sie vor uns her wie eine Anzeigentafel: ich kann nicht mehr sein als ich bin, weil ich solche Angst habe.


Aber gehören diese Ängste wirklich zu uns? Oder schwirren sie nicht eigentlich nur da draußen rum, wo wir sie uns ansehen können wie Kleidung an der Stange und uns entscheiden dürfen, ob wir sie anprobieren wollen? Brauchen wir Angst?


Der positive Umgang mit Angst

Würde es nicht reichen, sein Leben einfach zu erleben und die Angst, die dabei vielleicht unser Begleiter ist, hinzunehmen wie einen starken Wind, der uns manchmal begegnet, wenn wir morgens aus der Haustür gehen? Wir gehen ja so oder so vor die Tür. Wenn sich der Sturm einfach austoben könnte, ohne, dass wir uns von ihm beeinflussen lassen müssten, würde es vielleicht einfach mehr Spaß machen.


Spaß - manchmal wird die Freude als Gegenteil von Sicherheit oder Ehrgeiz dargestellt. Aber was bringt uns ein sicheres Leben mit abstrakten Zielen? Ist es schöner, abends erschöpft auf der Couch zu sitzen oder dürfte es nicht zwischendrin auch ein bisschen mehr Herzklopfen, ein bisschen mehr Spannung sein?


Spannung - manchmal ist es nicht leicht sie auszuhalten. Zum Beispiel dann, wenn wir einen Menschen treffen, der uns vielleicht nicht auf Anhieb sympathisch ist. Anstatt uns abzuwenden könnten wir uns zumindest eine Zeit lang auf ihn einlassen um zu verstehen, was er über sich erzählen möchte.



Möglicherweise ist es eine weitere Geschichte über Angst. Die uns selbst bekannt vorkommen dürfte. Und so begegnen wir uns einander in unserem Leben und treffen doch nur uns selbst.


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Bleib weiter mutig und öffne dein Herz. Deine Verena.





©2020 by Verena Diersch.